Kleid aufpeppen

Ich weiß nicht, wie dass bei euch ist, aber ich ziehe meist nur aktuelle neue Sachen an. Die ehemaligen Lieblingsklamotten hängen dann unbeachtet im Schrank rum. Für die Altkleidersammlung noch nicht bereit – man könnte sie ja noch mal anziehen…

In meiner Stoffsammlung hatte ich einen tollen Mustercoupon aus Leinen, mit dem ich immer mal was machen wollte. Vielleicht eines meiner ehemaligen Lieblingskleider verändern?

Auch wenn die Farbe  – warum auch immer – anders aussieht, es ist das selbe Kleid. Der Mustercoupon hatte fast das richtige Format für ein „Schürzenteil“. Ich habe es etwas angepasst und an drei Seiten gesäumt.

Die obere Kante habe ich veräubert und dann direkt unterhalb des Kordelzugs zuerst mit Nadeln fixiert und dann aufgenäht – fertig ist ein komplett verändertes Kleid!

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In dieser neuen Variante habe ich das Kleid wieder aus seinem Dornröschen-Schrankschlaf erlöst 🙂

 

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Cantuccini ohne Eier – Vegan

Kürzlich aktualisiert

Schon lange bin ich auf der Suche nach einer veganen Variante meiner geliebten Cantuccini, nicht erst seit dem neusten Eierskandal.

Die im Internet gefundenen Varianten haben mich beim Lesen nicht wirklich überzeugt. Deshalb habe ich mein Lieblingsrezept von linzersmileys vegan abgewandelt.

Zutaten für ca. 40 Stück:

110 g Zucker (ich nehme immer weniger Zucker als in den Rezepten angegeben, da ich es nicht so süß mag)
1 Prise gemahlene Vanille, einen halben Teelöffel zerstoßenen oder  1/4 Teelöffel gemahlenen Anis
40 g geschmolzene pflanzliche Margarine und 2 EL Olivenöl
Zitronenzesten von einer halben Zitrone
300 g Mehl
3 EL Speisestärke
10 EL Hafermilch  – Soja- oder Mandelmilch geht natürlich auch 😉
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
120 g Mandeln, grob gehackt

Zubereitung:
In einer Schüssel Zucker, Stärke und Hafermilch mit einem Mixer cremig rühren. Dann flüssige Margarine, Olivenöl, und Zitonenzesten untermischen. Die restlichen Zutaten hinzufügen und auf einem Brett zu einem Teig kneten. Wenn der Teig zu trocken sein sollte, noch etwas Hafermilch hinzu fügen. 2 Rollen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

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Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 35 – 40 Minuten goldbraun backen. Noch heiß in Scheiben schneiden. Das Schneiden ist etwas knifflig, da die Kekse an den Stellen, wo viele Nüsse beisammen sind ohne Teig dazwischen, zum Bröseln neigen. Die einzelnen Scheiben nochmal 5 – 10 Minuten backen.

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Jeans + Bluse = Mädchenkleid – Upcycling

 

Dies war ein Auftrag, der mir besonders viel Spaß gemacht hat: aus einer Damenbluse und einer Jeans ein Mädchenkleid zu nähen. Das Oberteil vorn und die Ärmel habe ich aus der Bluse zugeschnitten. Das Rückenteil aus einem Hosenbein und das untere Vorderteil aus der Jeanspartie mit den Po-Taschen.

So einen Entwurf kann man vorher nicht genau planen, wenn die Teile vor mir liegen, habe ich eine ungefähre Vision, was daraus werden könnte.

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Ich liebe Improvisation. Den Ausschnitt habe ich mit dem Jeansstoff eingefasst, damit es nicht zu dick vorne wurde, habe ich die Kante offen gelassen und – passend zu den mit pinkfarbenem Garn angenähten Knöpfen – mit Knopflochstich in pink versäubert.

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Das Kleid kam so gut an, dass gleich ein zweites Kleidchen folgte, aus einem Top und wieder einer Hose. Der Schnitt ist ein ganz simples Trägerkleid, man findet ihn überall oder nimmt ein vorhandenes Kleid als Vorlage.

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Dies waren die Reste: DSCN6412

Schade, dass Kinder so schnell wachsen 😉

Papierblumen mal anders

Schon vor Jahren habe ich meine ganz besondere „Topfblume“ kreiert. Inspiriert ist sie von einer Akelei-Blüte. Da bei mir immer alles genäht sein muss, habe ich lange an dem Schnitt für diese Blume herumgetüftelt. Zunächst habe ich sie aus einem weißen PVC Duschvorhang genäht. Das sah aus wie Papier, war aber absolut regenfest. So richtig zufrieden war ich mit dem Material aber nicht.

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Jetzt habe ich dieses technische, absolut reissfeste und wasserfeste Papier entdeckt, es heisst Tyvek. Da das Material leicht und trotzdem steif ist, lässt es sich sehr gut verarbeiten.

Ja, man kann Akeleien auch als Origami falten. Das habe ich nach Video-Anleitung ausprobiert. Gefühlt hat es Stunden gedauert. 😉 Die Anleitung findet ihr hier. Die Blumen zu nähen liegt mir aber deutlich mehr.

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Diese Blumen lassen auch an Regentagen nicht die Köpfe hängen…

Shopper aus Nusstüten – nuts?

In unserer Familie essen wir sehr gerne Nüsse. Da fallen viele leere Verpackungen an. Mit schönem Muster. Aber die Schriftzüge darauf stören. Also habe ich sie einfach „weggenäht“.

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Jeder Schriftzug ist in einer Falte verschwunden. Danach waren die Tüten fast quadratisch und ich habe die einzelnen Quadrate offenkantig aneinander genäht, insgesamt 18 Tüten. Ja, dass Sammeln und Essen der Nüsse hat eine Weile gedauert 😉

Die Seitenteile und Henkel des Shoppers habe ich aus snappap gemacht, außerdem habe ich die Nusstüten mit Stoff gedoppelt, da mir die beschriftete Innenseite nicht gefallen hat.

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Vorder- und Rückseite sehen etwas anders aus…

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Da die Tüten in der Produktion nicht immer rechtwinklig sind und mal Beulen haben, ist das Ergebnis nicht wirklich exakt, die Tasche gefällt mir aber trotzdem gut…

Sauerkraut – Kartoffelauflauf, vegan

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Da der Frühling vorüber gehend eine Pause einlegt, gab es heute ein herzhaftes Essen. Nachdem ich das Internet nach veganen Kartoffel-Sauerkraut-Aufläufen abgesucht habe, habe ich wie immer meine eigene Version davon gemacht.

Zutaten für 4 Personen

  • 1 Kg Kartoffeln
  • 500g Sauerkraut
  • 1 Schalotte
  • 1 säuerlicher Apfel
  • getrockneter Majoran, Pfeffer, Salz, gemahlener Kreuzkümmel + Koriander, Olivenöl, Sesam
  • 2-3 Teelöffel vegane Creme fraiche, 100ml Hafermilch

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln abbürsten und als Pellkartoffeln 20 Minuten kochen. Abschrecken, pellen und abkühlen lassen.
  2. Die Schalotte in kleine Würfel schneiden und in Olivenöl glasig braten. Das Sauerkraut dazu geben und mit Majoran, Pfeffer und Salz würzen. Bei kleiner Hitze 5 bis 10 Minuten garen lassen.
  3. Den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  4. Die Hafermilch mit der Creme, Pfeffer, Salz, Olivenöl, gemahlenem Kreuzkümmel + Koriander verquirlen.
  5. Die Kartoffeln in Scheiben schneiden.
  6. Eine Auflaufform mit Olivenöl einreiben, auf den Boden eine Lage Kartoffelscheiben verteilen, darauf das Sauerkraut, darauf die Apfelwürfel. Die Hafermilch darüber gießen, dann die restlichen Kartoffeln darüber schichten. Nochmal Pfeffer, Salz, Majoran, Olivenöl und zum Schluss Sesamkörner daüber streuen.
  7. Bei 200° für 20 Min. in den Backofen schieben. Guten Appetit!

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Fertig ist der Auflauf, wenn die oberste Schicht Kartoffeln schön knusprig ist.

 

Herrenhemd als Kleid II

Letzten Sommer ist mein luftiges Kleid aus einem Herrenhemd entstanden. Da mir das Design gut gefiel, habe ich versucht, dass Thema zu variieren. Dafür habe ich wieder  das Prinzip wie beim letzten Mal angewendet:

  • Die Rückseite samt Passe habe ich nach vorn genommen.
  • Die Vorderseite ist nun die Rückseite, die ich durch eine Passe aus den Ärmeln auf die gleiche Länge wie die Vorderseite gebracht habe.
  • Die kurzen Ärmel sind angeschnitten. Versäubert habe ich Hals- und Ärmelausschnitte mit Zuschnitten aus den verbliebenen Ärmelresten.
  • Die ursprüngliche Brusttasche habe ich abgetrennt und neu plaziert.

Trotzdem sieht das Ergebnis nun anders aus. Schaut selbst 🙂

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Aus einem Ärmelstück habe ich unterhalb der Passe ein Teil quer aufgesetzt und mit dem Streifeneffekt gespielt. Die Rückseite sieht diesmal auch anders aus, da die Passe diagonal geschnitten ist und bis zur Taille reicht. Durch Abnäher ist sie etwas figurbetonter als beim letzten Mal.

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Und das ist alles, was von dem ursprünglichen Herrenhemd übrig geblieben ist…

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Ich hoffe, jetzt wird es möglichst schnell wieder wärmer 😉