Sauerkraut – Kartoffelauflauf, vegan

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Da der Frühling vorüber gehend eine Pause einlegt, gab es heute ein herzhaftes Essen. Nachdem ich das Internet nach veganen Kartoffel-Sauerkraut-Aufläufen abgesucht habe, habe ich wie immer meine eigene Version davon gemacht.

Zutaten für 4 Personen

  • 1 Kg Kartoffeln
  • 500g Sauerkraut
  • 1 Schalotte
  • 1 säuerlicher Apfel
  • getrockneter Majoran, Pfeffer, Salz, gemahlener Kreuzkümmel + Koriander, Olivenöl, Sesam
  • 2-3 Teelöffel vegane Creme fraiche, 100ml Hafermilch

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln abbürsten und als Pellkartoffeln 20 Minuten kochen. Abschrecken, pellen und abkühlen lassen.
  2. Die Schalotte in kleine Würfel schneiden und in Olivenöl glasig braten. Das Sauerkraut dazu geben und mit Majoran, Pfeffer und Salz würzen. Bei kleiner Hitze 5 bis 10 Minuten garen lassen.
  3. Den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  4. Die Hafermilch mit der Creme, Pfeffer, Salz, Olivenöl, gemahlenem Kreuzkümmel + Koriander verquirlen.
  5. Die Kartoffeln in Scheiben schneiden.
  6. Eine Auflaufform mit Olivenöl einreiben, auf den Boden eine Lage Kartoffelscheiben verteilen, darauf das Sauerkraut, darauf die Apfelwürfel. Die Hafermilch darüber gießen, dann die restlichen Kartoffeln darüber schichten. Nochmal Pfeffer, Salz, Majoran, Olivenöl und zum Schluss Sesamkörner daüber streuen.
  7. Bei 200° für 20 Min. in den Backofen schieben. Guten Appetit!

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Fertig ist der Auflauf, wenn die oberste Schicht Kartoffeln schön knusprig ist.

 

Herrenhemd als Kleid II

Letzten Sommer ist mein luftiges Kleid aus einem Herrenhemd entstanden. Da mir das Design gut gefiel, habe ich versucht, dass Thema zu variieren. Dafür habe ich wieder  das Prinzip wie beim letzten Mal angewendet:

  • Die Rückseite samt Passe habe ich nach vorn genommen.
  • Die Vorderseite ist nun die Rückseite, die ich durch eine Passe aus den Ärmeln auf die gleiche Länge wie die Vorderseite gebracht habe.
  • Die kurzen Ärmel sind angeschnitten. Versäubert habe ich Hals- und Ärmelausschnitte mit Zuschnitten aus den verbliebenen Ärmelresten.
  • Die ursprüngliche Brusttasche habe ich abgetrennt und neu plaziert.

Trotzdem sieht das Ergebnis nun anders aus. Schaut selbst 🙂

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Aus einem Ärmelstück habe ich unterhalb der Passe ein Teil quer aufgesetzt und mit dem Streifeneffekt gespielt. Die Rückseite sieht diesmal auch anders aus, da die Passe diagonal geschnitten ist und bis zur Taille reicht. Durch Abnäher ist sie etwas figurbetonter als beim letzten Mal.

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Und das ist alles, was von dem ursprünglichen Herrenhemd übrig geblieben ist…

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Ich hoffe, jetzt wird es möglichst schnell wieder wärmer 😉

 

Rote Bete Curry mit Quitte und Süßkartoffeln – Vegan

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Heute hatte ich mal wieder richtig Lust zu kochen und habe was Neues ausprobiert. Es war ein Experiment, aber es ist gelungen. Ich liebe Rote Bete, am liebsten frisch. Im portugiesischen Supermarkt habe ich lila Süßkartoffeln entdeckt. Sie sind weniger süß, sind innen gelb und zerfallen nicht so wie die orange Sorte.

Ich habe mich von einem klassischen indischen Curry inspirieren lassen.

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Zutaten für 4 Personen

  • 4  mittelgroße Rote Beete Knollen
  • 2  große gelbe Süßkartoffeln
  • 1 Quitte
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 2 Knoblauchzehen, 1 Stück Ingwer, eine Hand voll Cashewkerne ohne Salz, Olivenöl
  • Gewürze: Korianderkörner, Kreuzkümmel, Kardamon (5-6), Senfsaat, Nelke (2), Zimt, Salz, Pfeffer

Zubereitung

Den kleingehackten Ingwer, die Cashewkerne, etwas Wasser und Öl in eine Küchenmaschine geben und zu einer Paste fein pürieren.

Die Rote Beete schälen und in gleichmäßige Würfel schneiden.

Die Süßkartoffeln gründlich abbürsten und in dicke Scheiben schneiden.

Die Zwiebel halbieren und in feine Scheiben schneiden, Knoblauch würfeln.

Korianderkörner, Kreuzkümmel, Kardamon, Senfsaat, Nelke im Mörser zerstoßen und in einem Topf zuerst ohne Fett bei geringer Hitze anrösten, bis sie zu duften beginnen. Dann Olivenöl und die Zwiebeln hinzu geben, danach die Cashewpaste, zum Schluß den Knoblauch. Alles unter Rühren anschwitzen.

Jetzt kommen die Rote Beete und die Süßkartoffeln hinzu. Das Ganze mit heißem Wasser aufgießen, bis alles knapp bedeckt ist. Pfeffern und salzen. Bei kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel ca. 30 – 40 Minuten schmoren lassen, die Rote Beete muss noch Biss haben.

Die Quitte waschen, entkernen und in Spalten schneiden. In Olivenöl von beiden Seiten anbraten, dabei leicht mit Zimt bestäuben.

Wenn das Curry fertig ist, mit den Quittenspalten zusammen anrichten. Dazu passt Reis.

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Recyceltes Leder – aus geschreddertem Leder und Kautschuk

Bei  meiner Bestellung von snappap habe ich ReLeda entdeckt. Das neue Trendmaterial ist recyceltes Leder, hergestellt aus Lederresten und Kautschuk. Das hat mich natürlich neugierig gemacht und ich habe ein Stück zum Ausprobieren bestellt.

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Das Material ist ziemlich dick, lässt sich aber gut verarbeiten. Es riecht nach Leder und Gummi, also nach genau dem, aus dem es hergestellt ist. Es sieht ein wenig aus wie Kork, eher noch nach Linoleum. Ich habe mich für die offenkantige Verarbeitung in Kombination mit Wollwalk entschieden und habe eine iPad-Hülle daraus genäht. Wollfilz wäre besser gewesen, dass habe ich aber nicht vorrätig.

Die Verarbeitung war relativ problemlos, Re Leda lässt sich sehr gut mit dem Rollschneider schneiden. Das Material „klebt“ lediglich ein wenig an der Nähmaschine fest, wenn man aber beim Nähen etwas schiebt, geht es ganz gut.

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Mein iPad freut sich über eine robuste neue Hülle 🙂

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Das Material ist wirklich spannend und eignet sich auch gut für Taschen, mal sehen, was ich als nächstes daraus machen werde…

 

Gehäkelter Korb – ich war ein Bettlaken

Schon lange wollte ich mal etwas aus einem in Streifen geschnittenen T-Shirt häkeln. Beim Entsorgen eines zerlöcherten Spannbettlakens aus Jersey kam mir aber der Gedanke: „Hier habe ich quasi ein Endlosband.“ Ich habe also immer bis kurz vor die Kante geschnitten, die Ecken abgerundet und weiter ging es mit der nächsten Schnittlinie, immer ca. 3 cm breit. Ich gebe zu, dazu braucht man Geduld. Bis so ein Bettlaken komplett zerschnitten ist, schneidet man non stop eine Stunde lang. Danach hatte ich ein wirklich dickes Knäuel.

Optimistisch habe ich den Korb relativ groß angelegt. Um dann festzustellen: er wird wohl nicht besonders hoch.

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Das Häkeln mit so dickem „Garn“ und einer dicken Häkelnadel erfordert viel Kraft, der Korb ist dafür recht stabil. Als Aufbewahrung für Wolle reicht die Höhe. Aber vielleicht erhöhe ich ja den Korb mit einem weiteren Spannbettlaken in einer anderen Farbe.

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Verpackungs-Upcycling oder ich war mal ein Weinschlauch

Wenn man erst einmal damit anfängt, sieht man in allen möglichen Verpackungen ein Potential für ein zweites Leben. Beim Entsorgen eines 5 Liter Weinkartons stellte ich fest, dass das Innenleben aus einer relativ großen stabilen silbernen Tüte bestand. Ein potentielles Innenleben für eine Kulturtasche? In Verbindung mit einer ehemaligen Frotteegardine aus den 70er Jahren? Das nenne ich mal Kultur 🙂

Ein komisches Wort, Kulturtasche, Kulturbeutel…

Oder Waschbeutel? Wie auch immer, eine Tasche für Körperpflegeprodukte.

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Ich war hin- und hergerissen, ob ich die Folie innen oder außen verwenden sollte. Für Duschgel, Shampoo, Deo und Zahnpasta fand ich ein wasserfestes Innenleben aber praktischer. Da die Seitennähte der Folie verschweißt sind, musste ich nur die Ecken für die Taschentiefe abnähen. Die Frottee-Außentasche habe ich komplett separat genäht. Zum Schluss wird die Innentasche in die Außentasche gesteckt und beim Absteppen des Reißverschlusses von außen wird die Folie mit fest genäht.  Fertig!

Herrenhemd wird zu Rautenkissen

Es gibt eigentlich nichts langweiligeres als gestreifte Herrenhemden. Sie bilden aber eine gute Basis, um daraus grafische Kissen im skandinavischen Stil zu nähen. Wer hätte gedacht, dass dieses tolle Kissen mal ein Herrenhemd war?

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Aus dem Rückenteil habe ich 8,5cm breite Streifen geschnitten und aus den Streifen Rauten mit einem Winkel von 60°.

Die Rauten werden im Dreierpack zusammen genäht. Die Nahtzugaben in eine Richtung gebügelt.

Die „Würfel“ werden zusammengesetzt, bis ein Rechteck entsteht.

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Die Randrauten werden entsprechend beschnitten und an den Längsseiten kommt jeweils ein aus dem Ärmel geschnittener Streifen hinzu.

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Die komplette Vorderseite habe ich mit einem passenden Stoff gedoppelt, damit die offenen Kanten auf links nicht zu sehen sind. Die Kissenrückseite ist aus dem Hemdvorderteil, die Knopfleiste ist hierbei der Verschluss.

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Aus dem nächsten blau-weiss-gestreiften Hemd werde ich noch ein Kissen nähen, der Stil gefällt mir richtig gut 🙂